B.-M. Koltès - Trunkener Prozess

"...Das Max-Reinhardt-Seminar Wien bestach mit dem sprachlich wie visuell suggestiven szenischen Tableau "Trunkener Prozess" nach Koltès." (Hamburger Abendblatt, 27.06.2011)
"...Das Max-Reinhardt-Seminar Wien bestach mit dem sprachlich wie visuell suggestiven szenischen Tableau "Trunkener Prozess" nach Koltès." (Hamburger Abendblatt, 27.06.2011)

 

Mit: Felix von Bredow, Christian Erdt, Emanuel Fellmer, Swintha Gersthofer, Laura Mitzkus


Regie: Felicitas Braun

Bühne und Kostüm: Lisa Haag

Dramaturgie: Stefan Bläske

 

„Ich will nicht sprechen. Ich will nicht sprechen. Die Worte fallen mir gegen meinen Willen aus dem Mund.“

 

 

In seinem 1972 verfassten Stück „Trunkener Prozess“ („Procès ivre“) rast Bernard-Marie Koltès durch Dostojewskijs „Verbrechen und Strafe“.

Im Fieber, Traum, Theater ermordet Rodion Romanowitsch Raskolnikow die alte Aljona Iwanowna.

Mordmotive werden erschlossen und durch andere wieder verworfen. Einzig die Figuren in Rodions  Kopf bleiben, treiben ihn immer wieder zum Mord. Dabei muss die Frage nach dem eigentlichen Täter und Opfer stets neu gestellt werden.

 

In Felicitas Brauns Inszenierung spielen fünf Schauspieler/-innen die neun Figuren.

Sie alle müssen sich behaupten, indem sie ihre Existenz und Berechtigung sich und den anderen ein-reden.

 

 

„Ich rede und rede; und ich will nichts sagen. Ich versichere Ihnen, dass diese Worte nicht von mir sind. Hören sie mir nicht zu, es ist nicht wahr.“